Effektiver trainieren, besser spielen!

Laut dem schwedischen Psychologen Dr. Anders Ericsson benötigt man mindestens 10.000 Stunden Training, um in einer Sportart Weltklasse zu werden. Aber leider reichen diese 10.000 Übungsstunden alleine noch nicht aus, vielmehr kommt es noch darauf an, wie trainiert wurde. Dr. Andersson hat dabei den Begriff des »deliberate practice« geprägt, was übersetzt »zielgerichtetes oder bewusstes Üben« bedeutet. Diese Art des Übens kann man allerdings nicht über mehrere Stunden hintereinander durchhalten, sondern kommt pro Tag maximal auf 3,5 Stunden davon, was den Rückschluss zulässt, dass es also mindestens 10 Jahre dauert bis man seine 10.000 Stunden absolviert hat.

Warum erzähle ich Euch das? Um Euch zu frustrieren? Nein, auf keine Fälle. Mir ist klar, dass die meisten von Euch weder die Zeit noch die Muse haben, sich so intensiv mit der Optimierung ihres Spiels auseinanderzusetzen. Aber was ich auch weiß, ein bißchen besser werden möchte doch jeder. Und daher kann man eine Sache aus der Studie Ericssons ableiten: Es kommt also nicht nur auf den Umfang des Trainings an – also wieviel Zeit ich übe – sondern auch auf den Inhalt (WAS) und die Art WIE ich übe.

Was soll ich eigentlich trainieren?

Beim Trainingsinhalt lauert die erste große Gefahr. Denn Training soll ja Spaß machen. Also was trainiert man, wenn man Spaß haben will? Richtig, dass was man gut kann. Würde man das üben, was man nicht könnte, würde es nicht nur keinen Spaß machen, sondern es wäre auch noch peinlich, wenn einen die anderen Spieler auf der Range oder im Kurz-Spielbereich sehen würden, wie man einen Fehlschlag nach dem anderen macht. Und diese Fehlschläge würden natürlich passieren, da bei einem sinnvollen Training Fehler passieren müssen!

MERKE!

Nur wenn jeder dritte Versuch gelingt, trainierst Du auf dem richtigen Schwierigkeitsniveau.

Wo liegen eigentlich meine Schwächen?

Um das Training effektiv zu gestalten, muss man also als erstes herausfinden, wo die eigenen Schwächen liegen. Dies gelingt am besten mit einer Analyse der letzten Runden. Früher hat man dafür viel Schreib- und Rechenarbeit auf sich nehmen müssen. Heutzutage ist das alles sehr einfach geworden. Ich empfehle Euch dafür die Komplett-Lösung von bebrassie.

Was ist bebrassie?

Bebrassie hat eine App zum Aufzeichnen der Runde und eine Auswertungssoftware für Tablet oder PC. Das heißt, man steckt das Telefon in die Hosentasche und zeichnet die Runde auf, ohne irgendetwas eingeben zu müssen. Die App erkennt die meisten langen Schläge automatisch, das macht sie übrigens mit Hilfe des Gyroskops im Telefon, und am Ende der Runde gibt man zur Sicherheit seinen Score und seine Putts ein. Es lenkt einen also nichts vom Spielen ab. Zuhause oder im Clubhaus kann man dann seine Runden nachbereiten. Das dauert je nach Übung zwischen 8 und 15 Minuten. Anschließend signiert man die Runde (ist wie die Unterschrift nach einem Turnier) und man kann sich die statistische Auswertung der Runden anschauen.

Strokes gained – wo verliere ich meine Schläge?

Das Beste an der Auswertung mit berassie ist der Bereich Strokes Gained. Hier wird Dir gezeigt, in welchem Bereich Du Schläge verlierst. Standardmäßig wirst Du mit einem durchschnittlichen PGA Tourspieler verglichen, Du kannst aber auch andere Spielstärken für einen Vergleich auswählen. Aber ganz egal, mit wem Du Dich vergleichst, mit Hilfe von Strokes Gained siehst ganz genau Deine Stärken und Schwächen. So könnte z.B. herauskommen, dass Du vom Abschlag zwar 4 Schläge verlierst, im langen Spiel 6 Schläge liegen lässt, aber im kurzen Spiel und im Putten einen Schlag gewinnst. Dann solltest Du Dir den Bereich Abschlag und langes Spiel genauer anschauen. Auch das geht mit bebrassie. Dein langes Spiel kannst Du bspw. in 10 Meter Schritten auswerten und erkennst so genau, so Du die Schläge verlierst. Ich persönlich finde auch gut, dass dann am Ende nicht rauskommt, dass man mit dem Eisen 5 nicht gut genug ist, sondern dass man eben aus der Distanz 150-160m Schläge verliert. Mit welchem Schläger man diese Distanz spielt ist nämlich egal, Hauptsache man spielt den Schlag erfolgreich.

Trainingsinhalte sinnvoll definieren

Auf diese Weise kannst Du also die Inhalte für Dein Training festlegen. Wichtig dabei ist aber, dass Du bitte immer nur EINEN Bereich definierst, auf den Du Dich konzentrieren möchtest. Schließlich willst Du ja auch besser werden und das gelingt nur, wenn Du Deine Aufmerksamkeit bündelst. Das gilt sowohl für Deinen Trainingsfokus beim Üben als auch auf dem Platz. Musst Du z.B. an Deinen Schlägen aus 150-160 m arbeiten, dann solltest Du auch auf der Runde (außer im Turnier – aber das solltest Du in der Trainingsphase sowieso nicht mitspielen) am besten an jedem Loch aus dieser Entfernung einen Ball spielen. Dafür ist es sinnvoll, dass Du Dich »vom Score freimachst«, d.h. das Ergebnis tritt in den Hintergrund. Ansonsten bekommst Du schnell Motivationsprobleme, die den Lernprozess extrem verlangsamen oder auch stoppen können.

Warum ist ein Trainer sinnvoll?

Die Bestimmung des Trainingsbereichs bekommst Du mit bebrassie auf jeden Fall alleine hin. Und das wird die sicherlich schon mal viel helfen. Der nächste Schritt sollte aber sein, dass Du Dich fragst, ob die Probleme in dem definierten Bereich eher mit der »Wiederholbarkeit und Verlässlichkeit der Schläge« zusammenhängen, oder reicht die »Distanz (Schlagweite) bzw. die Dosierung der Schlagweite« nicht aus oder handelt es sich um ein Problem der »Richtungskontrolle«? Und an dieser Stelle hilft der Trainer schon einmal sehr viel, denn er hat zum einen die Erfahrung und das Know How, um die Frage nach WDR zu beantworten. Zum anderen kann er auch gleich die passenden Trainingsaufgaben und Übungen liefern, die Dir helfen den Bereich zu bearbeiten.

Controlling ist wichtig!

Ganz wichtig ist es aber, dass Du Deine Rundenanalyse regelmäßig – am besten immer – machst. Denn nur so kannst Du feststellen, ob das Training auch einen Effekt hat. Und das sollte es, denn das Training soll ja effektiver werden. Der Score alleine ist dafür leider ungeeignet, da es durchaus sein kann, dass Du aus 150-160m deutlich besser wirst, aber beim Putten einen schlechten Tag erwischt hast und so 3 Schläge mehr auf dem Konto hast. Schaust Du aber mit Hilfe von bebrassie wieder in den Statistiken auf die Zahlen aus Deinem Trainingsbereich, kannst Du genau sehen, ob Du schon besser geworden bist.

Infos zu bebrassie findest Du im Internet unter www.bebrassie.com!

Dein Oliver Neumann

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